Frankfurt - Sehenswürdigkeiten - Überblick, Highlights und Tipps
Frankfurt verbindet internationales Großstadtgefühl mit deutscher Geschichte. Zwischen Wolkenkratzern, Altstadtgassen und dem lebendigen Mainufer entsteht ein spannender Mix aus Finanzmetropole, Kulturstadt und urbanem Lifestyle. Besonders beeindruckend ist der Kontrast aus moderner Skyline und historischen Plätzen rund um den Römer. Hier trifft die ganze Welt aufeinander – sei es bei der internationalen Buchmesse oder im bunten Alltag der über 180 Nationen, die Frankfurt zu einer der weltoffensten Städte Deutschlands machen. -HAVE A LOOK-
Short Look
Ein paar kurze Fakten und Infos zu Frankfurt
Lage:
Frankfurt liegt im Herzen Hessens am Unterlauf des Mains und ist der wichtigste Verkehrs- und Bahn-Knotenpunkt Deutschlands. Mit rund 775.000 Einwohnern ist sie die bevölkerungsreichste Stadt Hessens und ein globales Zentrum für Wirtschaft und internationale Karrieren.
Besonderheiten:
Einzige echte Skyline Deutschlands („Mainhattan“): Frankfurt besitzt als einzige deutsche Stadt eine markante Hochhaus-Skyline mit zahlreichen Wolkenkratzern, die das Stadtbild prägen.
Internationales Finanzzentrum: Sitz der Europäischen Zentralbank (EZB), der Deutschen Bundesbank und unzähliger internationaler Banken. Das Bullen- und Bären-Denkmal vor der Börse ist ein ikonisches Symbol dieser Macht.
Wichtiger Messestandort: Die Frankfurter Buchmesse ist die weltweit größte ihrer Art. Zudem beheimatet die Stadt viele weitere Weltmessen, die Frankfurt das ganze Jahr über zum globalen Treffpunkt machen.
Verkehrsdrehkreuz Europas:
Der Flughafen Frankfurt gehört zu den größten und wichtigsten Flughäfen des Kontinents und verbindet die Stadt mit der ganzen Welt.
Historischer Römerberg & Geburtsort Goethes: Die historische Altstadt rund um den Römer bietet einen starken Kontrast zur Moderne. Zudem ist Frankfurt die Geburtsstadt von Johann Wolfgang von Goethe.
Kontrast von Alt und Neu: Einzigartige Atmosphäre durch das direkte Nebeneinander von rekonstruierten Fachwerkhäusern (Neue Altstadt) und hochmodernen Glasfassaden.
Museumsufer: Eine der bedeutendsten Museumslandschaften Europas mit zahlreichen Häusern direkt entlang des Mains.
Internationalität: Eine extrem vielfältige Bevölkerung mit Menschen aus über 180 Nationen, was sich im kulturellen Angebot und der Gastronomie widerspiegelt.
Grüne Oasen & Urbanität: Große Grünflächen wie der Palmengarten oder das belebte Mainufer bieten Erholung direkt in der City.
Apfelwein-Kultur („Ebbelwoi“): Berühmt für seine traditionellen Apfelweinlokale, besonders im Stadtteil Sachsenhausen.
Wirtschaftliche Dynamik: Neben der Finanzwelt prägt eine starke Start-up- und Tech-Szene die Stadt.
Jahresdurchschnittstemperatur:
Gesamtes Jahr (Durchschnitt): Ø Temperatur: 10,5 °C. Frühling: 12–20 °C, Sommer: 22–30 °C, Herbst: 10–20 °C, Winter: 0–7 °C
Empfohlene Reisedauer:
2–3 Tage.
Preisniveau:
Gehobenes Stadtniveau – Unterkünfte und Gastronomie sind meist teurer als in anderen deutschen Städten, besonders massiv während der großen Messen.
Die beste Reisezeit:
Mai bis September (Sommer): Perfekt für das Leben am Mainufer, Rooftop-Bars, lebendige Plätze und das Museumsuferfest im August.
Oktober (Herbst):Highlight:Goldener Herbst am Mainufer, Die Frankfurter Buchmesse. Die Stadt ist in dieser Zeit ein vibrierender, internationaler Hotspot.
Frühjahr (April/Mai): Ideal für Stadtspaziergänge und den Besuch des blühenden Palmengartens bei milden Temperaturen.
Das musst du in Frankfurt gesehen haben:
Must look: Frankfurt
Frankfurt bietet eine Vielzahl an Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten. Doch welche davon sollte man wirklich gesehen haben, was zählt zu den Must-Do-Erlebnissen und was lohnt sich am meisten? Hier teile ich meine Top 10 Highlights, die du bei deinem Besuch auf keinen Fall verpassen solltest:
Frankfurter Altstadt
Must Look 1
Die historische Altstadt rund um den Römerberg ist das Herz Frankfurts und geprägt von den originalgetreu rekonstruierten Fachwerkhäusern der „Neuen Altstadt“. Und obwohl die Gebäude nach dem Zweiten Weltkrieg detailgetreu rekonstruiert wurden, wirkt das Viertel überraschend authentisch. Das Herzstück ist der Römer, das markante Rathaus mit seiner charakteristischen Treppengiebelfassade.
Was ist ist an der Altstadt in Frankfurt besonders sehenswert?
Zu den Highlights der Altstadt zählen das berühmte Rathaus Römer, die alte Nikolai Kirche, sowie die rekonstruierten Häuserzeilen, die der Altstadt ein mittelalterliches, fast kleinstadtartiges Flair verleihen – mitten in der modernen Bankenmetropole Frankfurt. Das Herzstück bildet der historische Römerberg mit seinen charakteristischen Fachwerkhäusern. Bekannt ist auch der Balkon des Römers, von dem aus erfolgreiche Sportmannschaften ihre Titel gemeinsam mit tausenden Fans feiern – besonders im Fußball, wenn etwa Spieler von Eintracht Frankfurt oder auch die deutsche Nationalmannschaft nach großen Erfolgen dort empfangen werden. Nur wenige Schritte entfernt steht der imposante Frankfurter Dom, der über Jahrhunderte eine zentrale Rolle bei Kaiserkrönungen spielte. Ebenfalls sehenswert sind die verwinkelten Gassen, kleinen Plätze und Cafés des Dom-Römer-Quartier, die zahlreiche schöne Fotomotive bieten.
Warum sich ein Besuch der Altstadt in Frankfurt lohnt: Die Altstadt zeigt eine ganz andere Seite der sonst sehr modernen Bankenstadt. Zwischen Hochhäusern findet man hier den geschichtsträchtigen Mittelpunkt mit viel Atmosphäre, Fotomotiven und kulturellen Highlights. Und die Mischung aus Altstadtviertel und dem Blick auf die nahegelegenen Wolkenkratzer ist einzigartig.
Wann ist die beste Zeit für den Besuch? Unter der Woche am frühen Vormittag, bevor die großen Touristengruppen eintreffen, oder gegen Abend, wenn die beleuchteten Fachwerkhäuser vor der Skyline besonders fotogen sind. In der Adventszeit lohnt sich ein Besuch zusätzlich wegen des berühmten Weihnachtsmarktes auf dem Römerberg.
Was muss man in der Altstadt in Frankfurt gemacht haben?
Über den Römerberg spazieren
Den Frankfurter Dom besuchen
Durch die Gassen des Dom-Römer-Quartiers schlendern
Ein Foto vor den Fachwerkhäusern machen
In einem Café am Römerberg sitzen und das historische Flair genießen
Zeitaufwand: Plane etwa 1 bis 2 Stunden für den Platz und die angrenzende neue Altstadt ein.
die Frankfurter Skyline
Must Look 2
Frankfurt ist die einzige Stadt in Deutschland mit einer echten Skyline. Die markanten Hochhäuser im Bankenviertel verleihen der Stadt den Spitznamen „Mainhattan“. Der Main Tower ist dabei das Highlight, da er als einziger Wolkenkratzer eine öffentliche Aussichtsplattform auf dem Dach besitzt.
Was ist an der Skyline in Frankfurt besonders sehenswert? Die Komposition aus Architektur-Ikonen wie dem Commerzbank Tower (höchstes Gebäude Deutschlands), dem Messeturm und den Zwillingstürmen der Deutschen Bank. Vom Main Tower aus siehst du die gesamte Anordnung der Wolkenkratzer aus 200 Metern Höhe.
Warum lohnt es sich: Es ist das absolute Alleinstellungsmerkmal Frankfurts. Der Kontrast zwischen den modernen Glastürmen und der historischen Altstadt am Fuße der Skyline ist visuell extrem spannend.
Wann ist die beste Zeit für den Besuch? Für den Main Tower ist die „Golden Hour“ (kurz vor Sonnenuntergang) ideal, wenn die Lichter der Stadt angehen. Um die Skyline von außen zu fotografieren, ist der späte Nachmittag vom Eisernen Steg oder dem Deutschherrnufer aus am besten.
Was muss man gemacht haben um die Frankfurter Skyline von der schönsten Seite zu erleben? Den High-Speed-Aufzug im Main Tower nehmen und oben den 360-Grad-Blick genießen. Für das perfekte Skyline-Foto solltest du zudem einen Spaziergang entlang der Südseite des Mains (Sachsenhäuser Ufer) machen.
Zeitaufwand: Plane etwa 1 bis 1,5 Stunden für den Main Tower ein (inkl. Sicherheitscheck). Für einen Skyline-Spaziergang am Mainufer zusätzlich ca. 45 Minuten.
Eintrittspreis: Der Eintritt zur Aussichtsplattform des Main Towers kostet für Erwachsene ca. 9,00 €.
Eiserner Steg & Mainufer
Must Look 3
Der Eiserne Steg ist die berühmteste Fußgängerbrücke Frankfurts und verbindet die Altstadt mit dem Stadtteil Sachsenhausen. Sie ist bekannt für ihre unzähligen Liebesschlösser und den ikonischen Blick auf die Skyline.
Was ist am Eisernen Steg in Frankfurt besonders sehenswert? Das Panorama der Skyline hinter der Brückenkonstruktion und die griechische Inschrift auf dem Brückenbalken.
Warum sich ein Spaziergang lohnt: Es ist der klassische Frankfurt-Moment. Das Mainufer bietet zudem viel Grün und Platz für eine Pause direkt am Wasser.
Wann ist die beste Zeit für den Besuch? Am späten Nachmittag oder morgends, wenn das Licht am schönsten für Fotos ist. Oder Nachts wenn die Skyline beleuchtet ist.
Was muss man dort gemacht haben? Die Brücke einmal komplett überqueren, das obligatorische Skyline-Foto machen, ein Liebesschloss aufhängen und danach am Sachsenhäuser Ufer in einer der Apfelweinwirtschaften einkehren.
Zeitaufwand: Ca. 30 bis 45 Minuten für den Übergang und Fotos.
Frankfurter Dom
Must Look 4
Der Frankfurter Dom - man nennt ihn auch das erste Hochhaus Frankfurts - ist die größte Kirche der Stadt und war über Jahrhunderte der Ort der Kaiserwahlen und Krönungen.
Was ist im Dom besonders sehenswert? Der monumentale Hochaltar, die Wahlkapelle der Kurfürsten und der 95 Meter hohe Domturm.
Warum sich ein Besuch des Frankfurter Dom lohnt: Der Dom ist ein Ruhepol inmitten der Stadt und ein bedeutendes Zeugnis deutscher Geschichte.
Wann ist die beste Zeit für den Besuch? Vormittags unter der Woche, um die Stille und das Lichtspiel durch die hohen Fenster zu genießen.
Was muss man dort gemacht haben? Die 328 Stufen des Domturms erklimmen (saisonal geöffnet). Oben hat man einen fantastischen Blick auf die Altstadt.
Zeitaufwand: Etwa 45 Minuten für die Kirche, zusätzlich 30 Minuten für den Turmaufstieg.
Eintrittspreis: Der Dom ist kostenlos; der Turmaufstieg kostet ca. 3,00 €.
Palmengarten Frankfurt
Must Look 5
Der Palmengarten in Frankfurt ist eine der größten botanischen Anlagen Deutschlands und eine grüne Oase im Stadtteil Westend. Hier wanderst du durch verschiedene Klimazonen, von der tropischen Hitze im Palmenhaus bis hin zur trockenen Wüste.
Was ist im Palmengarten besonders sehenswert?
Das historische Palmenhaus von 1869, das Tropicarium mit seinen exotischen Gewächsen und der idyllische Bootsweiher.
Warum sich ein Besuch des Palmengartens in Frankfurt lohnt:
Weil es eine grüne Oase in der Stadt ist und die Mischung aus historischer Eisen-Glas-Architektur und moderner Botanik ist beeindruckend ist.
Wann ist die beste Zeit für den Besuch?
Im Frühling zur Blütezeit oder im Winter, wenn die Gewächshäuser einen warmen Rückzugsort bieten.
Was muss man dort gemacht haben?
Einmal durch das Kakteenhaus schlendern und im Sommer eine Ruderbootfahrt auf dem Weiher unternehmen.
Zeitaufwand: Plane etwa 2 bis 3 Stunden ein.
Eintrittspreis: Der Eintritt kostet für Erwachsene ca. 7,00 €.
Goethe-Haus
Must Look 6
Das Goethe-Haus in Frankfurt ist das Geburtshaus von Johann Wolfgang von Goethe und vermittelt einen authentischen Einblick in das Leben einer wohlhabenden Frankfurter Familie im 18. Jahrhundert.
Was ist im Goethe-Haus besonders sehenswert? Das Schreibzimmer im zweiten Stock, in dem Goethe Werke wie den „Faust“ oder „Die Leiden des jungen Werther“ verfasste.
Warum sich ein Besuch des Goethe-Hauses in Frankfurt lohnt: Es ist ein Ort von Weltrang für Literaturfans. Die Einrichtung ist originalgetreu rekonstruiert und zeigt den barocken Lebensstil der Zeit.
Wann ist die beste Zeit für den Besuch? Unter der Woche am Vormittag, um die besondere Atmosphäre der historischen Räume in Ruhe auf sich wirken zu lassen.
Was muss man dort gemacht haben? Die beeindruckende Bibliothek der Familie bewundern und im Anschluss das benachbarte Frankfurter Goethe-Museum besuchen.
Zeitaufwand: Etwa 1,5 bis 2 Stunden für das Haus und das Museum.
Eintrittspreis: Der Eintritt kostet ca. 10,00 € für Erwachsene.
Museumsufer
Must Look 7
Das Frankfurter Museumsufer zählt zu den wichtigsten und vielfältigsten Museumsstandorten weltweit. Insgesamt 39 Museen bilden diesen einzigartigen Kulturbezirk, wobei sich 26 dieser Museen in direkter Nähe zum Mainufer befinden. Alle diese Häuser zusammen nennen sich offiziell Museumsufer. Die optimale Lage ermöglicht kurze Wege zwischen den Ausstellungen sowie eine perfekte Anbindung direkt ins Frankfurter Stadtzentrum.
Was ist am Museumsufer in Frankfurt besonders sehenswert? Die enorme Bandbreite – von erstklassiger Kunst im Städel Museum über Filmgeschichte im Deutschen Filmmuseum bis hin zu angewandter Kunst.
Warum sich ein Besuch lohnt: Die Dichte an hochkarätigen Sammlungen auf so engem Raum ist international fast einmalig. Zudem bietet die Uferpromenade Architektur-Fans eine spannende Mischung aus historischen Villen und modernen Museumsbauten.
Wann ist die beste Zeit für den Besuch des Museumsufers in Frankfurt? Am Wochenende für ausgiebige Ausstellungsbesuche oder am letzten Augustwochenende zum großen „Museumsuferfest“.
Was muss man am Museumsufer in Frankfurt gemacht haben? Mindestens zwei Museen besuchen und dazwischen am Mainufer spazieren gehen, um den Kontrast zwischen der Kulturmeile und der Skyline auf der gegenüberliegenden Seite zu genießen.
Zeitaufwand: Je nach Museum solltest du 2 bis 4 Stunden einplanen.
Eintrittspreis: Die Preise variieren je nach Museum (meist zwischen 8,00 € und 16,00 €.)
Goethestraße
Must Look 8
Die Goethestraße ist die exklusivste Einkaufsstraße Frankfurts. Auf rund 300 Metern reihen sich hier die Flagship-Stores der weltweit bekanntesten Luxusmarken aneinander. Auch wenn man nicht vorhat, dort etwas zu kaufen oder man es sich schlichtweg nicht leisten kann, ist die Straße ein Muss für Ästheten und Modefans.
Was ist in der Goethestraße in Frankfurt besonders sehenswert? Die aufwendig gestalteten Schaufenster von Marken wie Louis Vuitton, Dior und Hermès. Die Architektur der Gebäude und die allgemeine Atmosphäre von Exklusivität und Eleganz sind hier sehr spürbar.
Warum sich ein Bummel lohnt: Es ist der perfekte Ort für „Window Shopping“. Man kann hier wunderbar beobachten, wie sich Mode und Design präsentieren, ohne einen Cent auszugeben. Der Kontrast zu den belebten Einkaufsmeilen wie der Zeil ist enorm.
Wann ist die beste Zeit für den Besuch der Goethestrasse? Am späten Nachmittag oder frühen Abend unter der Woche. Wenn die Schaufenster beleuchtet sind, wirkt die Straße besonders glamourös, aber die Gassen sind deutlich ruhiger als am Samstag.
Was muss man dort gemacht haben? Einmal die Straße vom Goetheplatz bis zum Opernplatz entlangschlendern, die kreativen Schaufenster-Dekorationen bewundern und im Anschluss auf dem Opernplatz die Alte Oper anschauen.
Zeitaufwand: Plane etwa 30 bis 45 Minuten für einen gemütlichen Spaziergang ein.
Frankfurts Szene-Viertel: Nordend, Sachsenhausen & Bornheim
Must Look 9
Abseits der gläsernen Wolkenkratzer pulsieren die Stadtteile, die das echte Frankfurter Lebensgefühl ausmachen. Während das Nordend mit modernem Lifestyle und Architektur punktet, steht Sachsenhausen für urige Tradition und Bornheim für quirlige Vielfalt. Zusammen bilden sie das kulturelle und gesellschaftliche Herz der Stadt.
Was ist in diesen Vierteln besonders sehenswert?
Im Nordend: Das Nordend ist das Herz der Frankfurter Kreativszene und bekannt für seine wunderschönen Gründerzeit-Fassaden. Hier findest du eine extrem hohe Dichte an inhabergeführten Läden und modernen Gastronomie-Konzepten.
In Sachsenhausen: Die schmalen, kopfsteingepflasterten Gassen der Altstadt und das Museumsufer. Vorallem Alt-Sachsenhausen bewahrt die urige Frankfurter Seele. Es ist die Wiege der Frankfurter Apfelweinkultur. Die Mischung aus Kultur am Ufer und Gemütlichkeit in den Gassen ist unschlagbar.
In Bornheim: Die Berger Straße mit ihren unzähligen kleinen Boutiquen und dem historischen Uhrtürmchen.
Warum sich ein Viertel-Hopping lohnt: Jedes Quartier hat seine ganz eigene Seele. Du kannst morgens im Nordend hippe Concept Stores entdecken, nachmittags in Bornheim über den Wochenmarkt schlendern und den Abend in Sachsenhausen bei einem Apfelwein ausklingen lassen.
Wann ist die beste Zeit für den Besuch? Samstags ist der beste Tag. Du erlebst die Viertel in ihrer lebendigsten Form, wenn die Locals in den Cafés sitzen und die Märkte (besonders in Bornheim) in vollem Gange sind.
Was muss man dort gemacht haben? Den Kontrast spüren: Einen handwerklich gerösteten Kaffee im Nordend trinken und später einen traditionellen Apfelwein in Sachsenhausen bestellen. Wer die Berger Straße in Bornheim einmal komplett abläuft, hat das wahre Frankfurt gesehen.
Zeitaufwand: Plane pro Viertel etwa 2 Stunden ein. Wer alle drei an einem Tag sehen möchte, sollte sich einen ganzen Nachmittag und Abend Zeit nehmen.
Mainfahrt
Frankfurt vom Wasser aus
Must Look 10
Eine Schifffahrt auf dem Main bietet eine der besten Perspektiven auf die Stadt. Während du gemütlich an den Ufern vorbeigleitest, erlebst du den extremen Kontrast zwischen der gläsernen Skyline der Bankenwelt und den grünen Parkanlagen sowie historischen Brücken. Es ist die entspannteste Art, Frankfurt aus einem völlig neuen Blickwinkel zu sehen.
Was sieht man bei einer Mainfahrt besonders gut? In die eine Richtung blickst du direkt auf die beeindruckenden Wolkenkratzer des Bankenviertels und den Eisernen Steg. In der anderen Richtung dominiert das markante Hochhaus der Europäischen Zentralbank (EZB) im Ostend das Panorama. Zudem hast du einen freien Blick auf das Museumsufer und die vielen historischen Kirchen der Altstadt.
Warum sich eine Fahrt auf dem Main lohnt: Du entkommst dem Trubel der Innenstadt und kannst die Skyline in ihrer vollen Breite bewundern. Besonders für Fotos ist der freie Blick vom Wasser aus unschlagbar, da keine Gebäude die Sicht auf die Hochhausriesen versperren.
Wann ist die beste Zeit für die Fahrt? Am späten Nachmittag, wenn die Sonne tief steht und die Glasfassaden der Skyline golden reflektieren. Auch Abendfahrten, wenn die Stadt beleuchtet ist, haben einen ganz besonderen Reiz.
Was muss man während der Fahrt gemacht haben? Den Standort auf dem Deck wechseln, wenn das Schiff wendet, um sowohl den Blick auf die EZB als auch auf das Finanzzentrum einzufangen. Ein kühles Getränk an Deck rundet das Erlebnis perfekt ab.
Zeitaufwand: Die klassischen Rundfahrten dauern meist entweder 50 oder 100 Minuten.
Eintrittspreis: Eine 50-minütige Rundfahrt kostet für Erwachsene ca. 12,00 € bis 15,00 €.
Tipps für deinen Aufenthalt:
Nahverkehr & Anreise: Frankfurt ist eine Stadt der kurzen Wege. Du kannst fast alles zu Fuß oder mit dem Fahrrad (Leihräder stehen überall) erkunden. Für längere Strecken ist das S- und U-Bahn-Netz hervorragend ausgebaut.
Stadtrundfahrt (Hop-on Hop-off): Wenn du einen schnellen Überblick willst, sind die Doppeldeckerbusse ideal. Sie klappern alle wichtigen Punkte von der Paulskirche bis zum Museumsufer ab. Du kannst jederzeit aussteigen, wenn dir ein Viertel besonders gut gefällt.
Kostenlose Aussicht: Es muss nicht immer der teure Main Tower sein. Einen großartigen (und kostenlosen!) Blick auf die Skyline hast du von der Dachterrasse des Einkaufszentrums MyZeil. Einfach die lange Rolltreppe ganz nach oben fahren.
MuseumsuferTicket: Wenn du vorhast, mehr als zwei Museen zu besuchen, lohnt sich das MuseumsuferTicket. Es kostet ca. 21 € und ist an zwei aufeinanderfolgenden Tagen für alle 39 Museen der Stadt gültig.
Bahnhofsviertel: Auch wenn das Viertel oft als „Szeneviertel“ oder Touristenattraktion vermarktet wird, habe ich mich bewusst entschieden, es in diesem Guide nicht zu empfehlen. Meine persönliche Erfahrung dort war sehr bedrückend. Man begegnet dort extremer Armut, Suchtkrankheiten und Prostitution. Mich haben diese Bilder tagelang verfolgt und ich finde es ethisch nicht richtig, das Leid dieser Menschen als „Sightseeing“ zu betrachten.